Allgemeine Geschäftsbedingungen

Gültig ab 01.01.2003

 

Die Leistungen gegenüber unseren Fahrgästen werden ausschließlich nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland und unserer darauf basierenden nachfolgenden allgemeinen Beförderungsbedingungen erbracht. Mit dem Betreten des Schiffs erkennt der Fahrgast diese Bedingungen für die Rechtsbeziehungen mit uns als verbindlich an.

Gegenstand der Beförderung

1.        Wir befördern grundsätzlich nur Personen. Eine Gepäckbeförderung ist an Bord nicht vorgesehen.

2.        Fahrzeuge aller Art sind von der Beförderung ausgeschlossen. Lediglich Kinderwagen, Fahrräder und Rollstühle von Fahrgästen werden in begrenztem Umfang nach Maßgabe der vorhandenen Möglichkeiten mitgenommen.

3.        Tiere dürfen nur mit Zustimmung der Schiffsführung mitgenommen werden.

Ordnung an Bord

4.        Jeder Fahrgast hat sich an Bord so zu verhalten, dass der Schiffsbetrieb nicht behindert und andere Mitreisende nicht gefährdet oder belästigt werden.

Allen Anordnungen der Schiffsführung im Interesse der Sicherheit des Schiffs und der Personen an Bord ist unverzüglich Folge zu leisten.

5.        Fahrgäste, die nachhaltig gegen die Ordnung an Bord verstoßen, gesetzliche oder behördliche Vorschriften verletzen, Sachbeschädigungen verüben oder andere Fahrgäste belästigen, können von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden, ohne dass ihnen dadurch irgendwelche Ersatzansprüche entstehen. Nach Feststellung der Personalien erfolgt ggfs. Ihre Übergabe an die Polizeibehörde an der nächsten Schiffsstation.

Fundsachen

6.        An Bord gefundenen Gegenstände sind unverzüglich der Schiffsführung zu übergeben. Ein Anspruch auf Finderlohn besteht nicht.

 

Sonderfahrten und Trauungen an Bord

Umfang der Leistungen

1.        Bei Sonderfahrten und Trauungen an Bord stellen wir einem Vertragspartner – im folgenden kurz Veranstalter genannt – gegen Entgelt die Verkehrsräume des Schiffes für einen bestimmten Zeitraum zur alleinigen Benutzung für sich und die von ihm vorgesehenen Fahrtteilnehmer zur Verfügung.

Bei Trauungen stellen wir dem Veranstalter die Verkehrsräume des Schiffes in der vom zuständigen Standesamt vorgegebenen Form zur Verfügung.

2.        Unsere Leistungspflicht umfasst dabei die Beförderung des Veranstalters und seiner Fahrtteilnehmer ebenso wie die vollständige Gastronomische Versorgung aller Personen an Bord während dieser Zeit.

Trauungstermine müssen vom Veranstalter mit uns und dem zuständigen Standesamt abgesprochen werden.

Die Trauung kann nur an den von den Standesämtern bestimmten Anlegern vorgenommen werden.

Das Mitbringen oder Verlosen von Speisen und Getränken, der Verkauf von Süß- und Tabakwaren, Postkarten, Fotos, Reiseandenken oder sonstiger Waren oder Leistungen an Bord durch den Veranstalter, einzelne seiner Fahrtteilnehmer oder sonstige Dritte ist nicht gestattet.

Entgelte

3.        Für unsere Leistungen hat der Veranstalter im voraus das Fahrgeld und das gastronomische Entgelt zu entrichten. Das Fahrgeld richtet sich nach Fahrstrecke, Dauer des Schiffseinsatzes sowie Anzahl der Fahrtteilnehmer.

Das gastronomische Entgelt wird bestimmt durch den Umfang der vom Veranstalter für die Teilnehmer ausgewählten Bordverpflegung sowie den tatsächlichen Getränkeverzehr.

4.        Schiffsfahrtstrecke, Einsatzdauer sowie Fahrgeld und Entgelt für die Bordverpflegung werden im Auftrag für die Sonderfahrt schriftlich vereinbart. Die Getränkepreise ergeben sich aus der geltenden Getränkekarte an Bord.

Fälligkeit der Zahlung

5.        Alle Zahlungen sind an uns ohne jeden Abzug zu leisten, und zwar – sofern in unserer schriftlichen Bestätigung nichts anderes vorgesehen – wie folgt

5.1.   innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt unserer Bestätigung 10% des vereinbarten    Fahrgelds.

5.2.   20 Tage vor Fahrtbeginn der Restbetrag des vereinbarten Fahrgelds.

5.3.   spätestens 4 Tage vor der vereinbarten Fahrt der volle Gegenwert der vom Veranstalter bei uns vorbestellten Restaurationsleistungen. Bei Fahrten mit freier Verzehrwahl, bei denen der Veranstalter für den gesamten Verzehr an Bord aufkommt, sind 80% des zu erwartenden gastronomischen Entgelts am Fahrtag vor Beginn der Fahrt als Abschlag zu entrichten.

Die Schlussrechnung erfolgt nach Abschluß der Fahrt durch Rechnungslegung.

Verzugsfolgen und Stornierungen

6.        Wenn die Zahlungen nach Ziff. 5.1 und 5.2 nicht oder nicht vollständig bei und eingegangen sind, haben wir das Recht, schriftlich von der vereinbarten Schiffsgestellung zurückzutreten, ohne dass unser bis dahin fälliger Zahlungsanspruch dadurch geschmälert wird.

Erfolgt die Zahlung nach Ziff. 5.3 nicht rechtzeitig, dürfen wir den Zutritt zum Schiff oder seinen Einsatz verweigern., ohne dadurch unseren Zahlungsanspruch gegenüber dem Veranstalter zu verlieren. Wir brauchen uns in diesem Fall nur ersparte Eigenaufwendungen in Höhe von pauschal 20% anrechnen zu lassen, so dass 80% des noch geschuldeten Entgelts nach wie vor an uns zu zahlen sind.

7.        Gleichartige Folgen wie bei Ziff. 6. treten ein, falls der Veranstalter sich einseitig aus dem abgeschlossenen Schiffsüberlassungsvertrag lösen will und von sich aus die Fahrt absagt, ohne dass wir dies verschuldet haben.

Zur Abdeckung unseres alsdann bestehenden Schadenersatz-Anspruches steht uns jedenfalls der nach Ziff. 5 bereits fällige Zahlungsanspruch zu, wobei für die Höhe unseres Anspruchs der Zeitpunkt maßgebend ist, zu dem uns die Fahrtabsage erreicht.

Wir haben auch das Recht, einen weitergehenden Schaden geltend zu machen.

Abwicklungshinweise

8.        Nur von uns schriftlich bestätigte Schiffseinsätze sind für uns verbindlich. Soweit Vermittler auftreten, sind diese lediglich zur Vorbereitung des Vertragsabschlusses befugt und auch nicht für uns zum Inkasso berechtigt.

9.        Bestellungen für die Bordverpflegung können bis zum 7. Tag vor Durchführung der Fahrt nach Maßgabe unserer zur Auswahl gestellten Verpflegungsvorschläge verändert werden.. Verbindlich für uns sind dabei nur solche Veränderungen, , die uns vom Veranstalter schriftlich bis zu diesem Zeitpunkt zugehen. Danach tolerieren wir nur noch Minderabnahmen von bis zu 5% der vorbestellten Leistungen. Weitergehende Unterschreitungen gehen zu Lasten des Veranstalters.

10.     Die ggfs. erforderliche Anmeldung bei der Bezirksdirektion der GEMA ist Aufgabe des Veranstalters.

Haftungshinweise

11.     Wird durch höhere Gewalt – z.B. Nebel, Hoch- oder Niedrigwasser, durch Arbeitsniederlegung, Havarien, Schifffahrtssperren o.ä. Betriebsstörungen oder –Unterbrechungen – eine Änderung erforderlich oder kann aus solchen Gründen eine Fahrt nicht oder nur zum Teil ausgeführt werden, so kann der Veranstalter daraus keine Ersatz- oder Entschädigungsansprüche herleiten. Er hat nur Anspruch auf Erstattung bzw. Teilerstattung des vorausbezahlten, nicht in Anspruch genommenen Entgelts.

12.     Für Schäden, die die Teilnehmer an Bord verursachen, haftet der Veranstalter.

13.     Unsere Haftung richtet sich im übrigen nach den folgenden Haftungsbedingungen:

 

Haftung gegenüber Fahrgästen

 

1.                   Unsere Haftung gegenüber Fahrgästen richtet sich nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften, die Schadensersatz bei Leistungsbeeinträchtigungen unsererseits grundsätzlich nur bei von uns verschuldeten Schäden vorsehen.

2.                   Reisegepäck oder Garderobe, für die wir kein besonderes Entgelt erhoben haben, bleibt auch an Bord unter der alleinigen Obhut des Fahrgastes.

3.                   Für Verlust oder Beschädigung von Geld, Schmuck und sonstigen Wertsachen wird nicht gehaftet.

4.                   Soweit wir Leistungen nicht selbst erbringen, vermitteln wir nur andere Verkehrs- und Leistungsträger, und zwar auch dann, wenn hierfür von uns Fahr- oder Leistungsausweise ausgestellt werden. Wir haften insoweit ausschl. für die sorgfältige Auswahl dieser Verkehrs- und Leistungsträger, deren mögliche eigene Haftung unberührt bleibt.

5.                   Abweichungen von Fahrplänen durch Hoch- oder Niedrigwasser oder sonstige Verkehrsbehinderungen durch Betriebsstörungen oder –Unterbrechungen, die von der Reederei nicht zu vertreten sind, begründen keine Ersatzpflicht. Insoweit wird auch keine Gewähr für das Einhalten von Anschlüssen übernommen.

6.                   Für alle Ansprüche, die nicht Personenschäden von Fahrgästen oder Sachschäden an ihrem Gepäck zum Inhalt haben, gilt folgende Haftung:

a)       bei leichter Fahrlässigkeit bis zur Höhe des 3-fachen Einzelfahrpreises; in jedem Fall beschränkt sich die Haftung auf den vorhersehbaren typischen Schaden.

b)       Soweit wir allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich sind, haften wir nur bis zur Höhe des dreifachen Einzelfahrpreises.

Derartige Ansprüche sind innerhalb eines Monats nach Beendigung der Fahrt uns gegenüber geltend zu machen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Fahrgast Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung dieser Frist verhindert war.

7.                   Fahrgäste sollen etwaige Schäden, gleich welcher Art, aus denen sich Ansprüche uns gegenüber ergeben könnten, sofort nach ihrer Entdeckung, spätestens aber bis zum Verlassen des Schiffes am Ankunftsort den zuständigen Personen an Bord anzeigen, damit ggfs. erforderliche Feststellungen unverzüglich getroffen werden können.

Gerichtsstand

Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle aus diesem Vertrag sich ergebenden Ansprüche ist Otterndorf im Landkreis Cuxhaven.